Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1826)
Entstehung
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würde, wenn ihr nicht das Mitleiden eines alten Knechts zu Theil geworden wäre. Die Unglͤck⸗ liche ſtarb, als ich ſie mit dieſem meinem Knap⸗ pen und dem alten Knechte Bodo's die Trep⸗ pen herauf trug. Der alte Knecht aber endete in der folgenden Nacht, durch den Dolchſtoß eines andern Knechtes, welcher darauf zu Bodo entfliehen wollte, und auf dieſer Flucht durch einen Schützen erſchoſſen wurde, ſein Leben. — Aber nicht dieſe edle Jungfrau allein ſchmachtete an zwei Jahre hindurch in dem dumpfigen Ver⸗ ließe; auch noch zwei andere weibliche Weſen en⸗ deten in demſelben, wovon wir alle die deutlich⸗ ſten Spuren fanden.“ „Dies iſt meine Klage. Darum moͤget nun Ihr, Ihr Richter! unterſuchen und richten, wie Ihr es nach Eurer Weisheit als recht findet.“ „Ritter! Ihr habt wohl geſprochen — ant⸗ wortete jetzt der Gaugraf — doch muͤſſen wir zuvor auch den Beklagten hören, auf daß unſer Urtheil recht und unpartheiiſch ſey. Darun la⸗ den wir Euch und Euere Zeugen auf heute uͤber ſieben Tage vor dieſes unſer freies iſerliches Gericht, wo der Ritter Bodo ſich 6e