Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1826)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

175

Herrmanns Knappe, wurde gleich Anfaugs getödtet, und ſank mit geſpaltenem Haupte vom Roſſe. Auch Herrmann wurde von dem Rit⸗ ter, welcher wuthend kämpfte, verwundet. Wäh⸗ rend des von beiden Seiten mit Wuth fortwaͤhren⸗ den Gefechts entfloh das geraubte Fräulein. Da kam, einem Sturmwinde gleich, ein ſchwarz ge⸗ rüſteter Ritter mit ſeinen Knappen herbei ge⸗ ſprengt. Ehe er aber noch Theil nehmen konnte am Gefecht, ſank auch der Dirnenrauber, von Herrmanns Schwerde tief in den Hals ge⸗ troffen, tödtlich verwundet in den Staub, und wälzte ſich in ſeinem Blute. Mit dem Falle ihres Herrn aber entflohen die Knappen, und das Ge⸗ fecht war zu Ende.

Der ſchwarze Ritter, mit dem mann bald verſtändigte, naunte ſich Ru⸗ precht von Geyersberg, und war auf einem Zuge nach Spanien begriffen, um dem Köͤnige ſeine Dienſte in dem Kriege gegen die mahome⸗ daniſchen Mauren anzubieten, welche in jenen Zeiten Südſpanien in verſchiedenen König⸗ reichen beherrſchten, auch Wiſſenſchaften und Ge⸗ werbe daſelbſt zum hohen Flore brachten; denn ſie waren ein ſehr gebildetes Volk. Sap