Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1826)
Entstehung
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nicht mehr leuchtete, kam Herrmann mit ſei⸗ nen Knappen zu der Pforte eines Dominikaner⸗ kloſters. Diethe lm zog an der Glocke, und es erſchien der Pförtner, ein feiſter, rothwangiger, dem vollen Monde gleichender Mönch. „Was iſt Euer Begehr?“ fragte er mit finſterer Miene.

„Herberge in Euerm Kloſter fuͤr dieſe Nacht — war des Ritters Antwort — zuvor aber ein Wort mit Euerm Prior, auf daß ich ihn ein Schrei⸗ ben leſen laſſe, das ich an ihn habe.“

Der Mönch ging. Nach kurzem Zeitverlauf öffnete er die Pforte, und ließ den Ritter einz die beiden Knappen aber mußten außen harren.

Herrmann wurde in ein prachtvolles Zim⸗ mer gefuͤhrt, wo ihn der Prior anfanglich kalt und geiſilichſtolz empfing. Als er aber das Em⸗ pfehlungsſchreiben des Dominikanerpriors zu Erfurt geleſen hatte, wandelte ſich der kalte Priorſtolz in freundlichen Ernſt um. Er ließ Wein bringen, und trank ſeinem Gaſte fleißig zu, auch fuͤr ſeiner Knappen Verpflegung gab er die gemeſſenſten Befehle. — Viel mußte ihm Herr⸗ mann erzählen von den Brüdern in Thüringen,

und dem Prior Eiliger zu Erfurt. Hert⸗

mann that's; doch fühlte er den Unterſchied zwi⸗