164
klar, daß Götz den Mord — ver⸗ anſtaltet habe.
Kaspar war ein tithtt und daher ſein Eid hinlänglich, dem Ritter und ſeinem Knappen den Tod durch der Vehmſ choͤf fen Hand zuzuziehen. Aber es war noch nicht genug; dieſer Bund der Boſen ſollte von Grund aus zer⸗ ſtört werden, darum fůgte es der Allgerechte, daß alle ſeine Mitglieder entdeckt wurden.
Die Wunden des Ritters Hans von Stauf⸗ fenberg — eben des Ritters, welcher bei dem Gefechte von den Knappen verwundet in den Wald gefuͤhrt wurde, um von ihnen verbunden zu wer⸗ den — hatten ſich ſo ſehr verſchlimmert, daß er dem Tode nahe kam. Sein Burgkapellan und Beichtiger, ein ſtrenger Capuzinermönch, wußte ihm jetzt das künftige Schickſal ſeiner Seele ſo fürchterlich abzuſchildern, daß er aus Furcht vor der ewigen Verdammniß ein aufrichtiges Bekennt⸗ niß aller ſeiner Sünden ablegte. Unter dieſen befand ſich denn nun auch die Mitwiſſenſchaft, daß Götz den Wolfr veran⸗ ſtaltet habe.
„Ritter! — ſprach der enſt Wönch — r ſteht an den Pforten der Ewigkeit, durch welche


