Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1826)
Entstehung
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ter von neuem die Armbruſt ſpannte, zog ich das Schwerd, und ſuchte ihn wehrlos zu machen. Auch er zog das Schwerd, und brachte meinem

Roſſe eine Wunde bei. Wider meinen Willen

nahmen die beiden Knechte Antheil am Gefechte. Da erſchien plötzlich ein fremder Ritter mit zwei Knappen, und ſtuͤrmte auf uns ein. Sein Lanzen⸗ ſtoß warf mich vom Roſſe „und meine Genoſſen waren nun bald überwunden, ich aber we die Burg Wolfingen geſchleppt.“ —

„Du wußteſt aber, daß der Ritter Vorf⸗ rath einſt dein Pflegevater war, und wie leicht du alſo hätteſt Vaterwörder werden können!“ — ſprach der Freigraf ſehr ernſtlich zu dem An⸗ geklagten; doch dieſer verzog keine Miene, ſon⸗ dern gab ganz ruhig zur Antwort:

„Der Ritter erzog mich, und ich diente ihm als Knecht ohne Lohn. Darum ſind wir 4 Und hat er ja auch den Streit ſelbſt begonnen.“

„Weißt du, wo du biſt, und vor welchem Gericht du ſtehſt?“ fragte ihn der Freigraf; und eben ſo ruhig, wie vorher, ja mit feinem Hohn, gab der Knappe zur Antwort:

„Wie ich merke, ſo ſtehe ich vor dem Vehm⸗ gericht; doch furchte ich mich nicht, weil ich