Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1826)
Entstehung
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„Mein Name iſt Radlof, und bin ich ein Kriegsmann.“

„In weſſen Dienſten ſtehſt du jetzt?“

„Der edle Ritter Goͤtz von Raspenheim gab mir einige Wochen lang den Lebensunterhalt; doch bin ich nicht ſein leibeigner Knecht.“

„Du biſt bezüchtigt, mit noch zwei Spieß⸗ geſellen den Ritter Wolfrath von Wolfin⸗ gen auf der Jagd meuchelmörderiſch üͤberfallen zu haben. Sag an, auf weſſen Geheiß tharſt du es?

„Der Ritter Wolfrath lügt, wenn er ſagt, ich hätte ihn uͤberfallen. Drum hoört von mir die reine Wahrheit. Ich zog an jenem Morgen mit zwei Knechten von der Burg des Raspenheimers aus durch den Wald, um dem Rathe einer Reichs⸗ ſtadt den Entſchluß meines Ritters kund zu thun.

Meine Sendung War geheim; darum waren wir

in ritterlicher Ruͤſtung, mit geſchloſſenen Helmen bedeckt. Der Ritter Wolfrath rief uns an, und wollte uns durchaus von Angeſicht ſehen; da wir uns nun deſſen weigerten, ſchoß er einen ſtar⸗ ken Bolzen nach mir, der meinen vorgehaltenen Schild durchbohrte. Ueber dieſen unvermutheten Angriff wurde ich aufgebracht, und weil der Rit⸗