Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1826)
Entstehung
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Alle Schöffen aber vermummten ſich ſorgfältig bei ihrem Eintritte. Die geladenen Ritter traten vor den Altar.

„Ritter Wolfrath von Wolfingen — ſprach jetzt der Freigraf feierlich — was Ihr dem Gericht zu klagen habt, moͤgt Ihr jetzt vor⸗ bringen, kuͤrzlich, gerecht und wahr.“

„Als ich — erhob nunmehr der Ritter Wolf⸗ rath ſeine Stimme — am Tage vor dem Feſte der Geburt der hochgebenedeieten Mutter unſers Herrn in den zunächſt bei meiner Burg gelegenen Wald gezogen war, um ein Wild durch mein Ge⸗ ſchoß zu fällen, wurde ich von drei verkappten Meuchelmordern angefallen, welche mich auch

wohl erſchlagen haben würden, wenn nicht der gegenwärtige edle Ritter, durch Gottes Hand ge⸗

leitet, zu meiner Rettung erſchienen wäre. — Ei⸗ ner der Meuchelmoͤrder, Radlof, der Knappe des Raspenheimers, wurde gefangen, und

harret jetzt, geladen von Euch, außen vor der

Thür dieſes Verſammlungsortes, was das hei⸗

lige, freie Gericht der Vehme mit ihm beginnen

wird.“ „Und ich, Herrmann von der Etters⸗ burg, Burggeſeſſen im Lande zu Thüringen —