Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1826)
Entstehung
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ſtädt ſeine Lanze. Beide ſich an die ent⸗ gegengeſetzten Enden der Stechbahn und legten die Lanzen ein. Die Trompeten gaben das Zeichen und im vollen Rennen jagten die beiden Kämpen gegen einander. Die Lanzen trafen, ſprangen krachend und beide wurden bügellos, doch erhielten ſie ſich auf ihren Roſſen und kamen ſogleich wieder in den Sattel. Ein zweites Rennen begann, und bei dem⸗ ſelben wankte keiner; auch bei dem dritten Rennen ſa⸗ ßen beide im Lanzenbrechen feſt; warfen die Split⸗ ter in den Sand, und reichten einander ein jeder die Rechte, die ſie ſich biederherzig ſchüttelten. Der Kaiſer ſah's und rief ihnen beifällig von ſeinem Throne zu: „Ihr ſeyd ſo edle als wackere Käm⸗ pen.“ So tummelten ſich die Ritter an zwei Stinden gegen einander. Mehrere wurden aus dem Sattel gehoben, andere bügellos. Auch Herrmann hatte bereits verſchiedene Lanzen mit Gluͤck gebrochen und nicht ein einzigesmal gewankt, dadurch aber dem alten Vater Diether hohe Freude bereitet. Er war eben wieder nach ſeinem Wappenpfahle gerit⸗ ten, um ſich etwas zu erholen, als ein fremder, ganz ſchwarz gerüſteter Ritter an die Stechbahu kam und Einlaß begehrte. Drei Mohrenköpfe und einen Geier