tern befand ſich denn auch, nebſt Herrmann von der Ettersburg, der Ritter Ulrich von 5 ßerſtädt*), Sohn des uns ſchon bekannten Bür⸗ germeiſters zu Erfurt; und alle waren geſpannt auf das Beginnen des Rennens. Die Grieswärtel warteten in der Renn⸗ bahn ihres Amtes und die Pruͤgelknechte erhiel⸗ ten unter der Volksmenge, welches dicht gedrängt die Schranken umgab, die nothige Ordnung.
Der Ehrenhold ritt hin auf den Platz, wo der Kaiſer und die Kaiſerin thronten, und neigte ſich tief. Da ſenkte der Kaiſer die Spitze des Szepters, und der Ehrenhold kehrte auf ſeinen vorigen Platz zurück. Dort angekommen, winkte er mit ſeinem weißen Stabe, die Trompeten und Pauken ertön⸗ ten und es nahm nunmehr das Rennen ſeinen An⸗ fang. Heinrich von Bußeleben ſprengte zuerſt auf den Plan, und ſenkte vor Konrad von Ude⸗
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*) Wir nennen dieſe Namen blos deshalb nebenei⸗ nander, weil der Tag des Turniers in der Folge ſo unheilbringend fuͤr Herrmann wurde, und eine ungezuͤgelte Leidenſchaft dieſen Ukrich, ei⸗ nen ſonſt braven Juͤngling, von der Bahn der S Tugend ablockte.


