52
das ihrige zu retten. Sie bat noch den Burg⸗ grafen, zu eilen, und ein Wort der Füͤrſprache bei dem geſtrengen Herrn Kaiſer einzulegen. Es ſey ja, entſchuldigte ſie, ſo böſe nicht gemeint, und nur ein Scherz geweſen. So brachte der Burg⸗ graf den Beutel mit dem Gelde und den Neſer an den Kaiſer zuruͤck, und erzahlte die⸗ ſem, was ſich zugetragen.
Der Kaiſer. Sehet da! Der Vogel hat ſich gefangen. Sagte ich es nicht, der Beutel wuͤrde mir noch Licht verſchaffen in dieſer Finſter⸗ niß. — Laßt nun die Partheien aus dem Vor⸗ gemache wieder eintreten, Herr Burggraf, und dann ſogleich die Thuͤr mit Wache beſetzen; denn einen ſolchen gefangenen Vogel muß man feft halten. Es geſchah, wie der Kaiſer befohlen hatte. Der arme Kunz erſchrak, als er ſeines Geg⸗ ners Beutel in den Haͤnden des Kaiſers ſah; denn er glaubte ſeine Sache ſchon verloren, und
hatte ſun den Aufſchluß zu Rabens triumphi⸗
render Lacheln. Dieſer aber trat keck und aufge⸗ blaſen vor den Kaiſer hin, und wähnte ſeine Sache ſchon gewonnen, weil er denſelben durch das Geſchenk gewonnen zu haben dachte.


