Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1826)
Entstehung
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Sohne bieten dem Vater die Hand, und dieſer wollte ſie verſchmähen?“ — Da erhob ſich der Erzbiſchof Heinrich von Mainz, ging zu dem Landgrafen hin, nahm ihn vertraulich bei der Hand, und ſprach in einem Tone, der auch das haͤrteſte Herz zu ſchmelzen vermochte:

„Mein heiliges Amt verpflichtet auch mich, mit zu arbeiten am Frieden zwiſchen dem Vater und den Soͤhnen, und ihre Herzen ſich gegen⸗ ſeitig wieder zuzufuͤhren. Here Landgraf! Ihr ſeyd ein biedrer Mann, und Euer Vaterherz iſt gewiß nicht ungerührt geblieben. Sagt doch, was wollt Ihr mehr? Ihr habt ja Euer Ziel erreicht. Die geliebte Kunigunde habt Ihr zum Weibe genommen, und der Kaiſer hat ſie zur Fürſtin erhoben, daß Euere Ehe rechtmäßig ſey. Auch Euerm Apiz hat der gütige Monarch den Man⸗ gel der ehelichen Geburt erſetzt; und es bleibt Euch alſo nichts zu wuͤnſchen übrig. — Kommt⸗ Herr Landgraf! ich fuͤhre Euch zur Verſoͤhnung in die vffenen Arme Eurer wackern Söhne. — Er reichte jetzt die andere Hand den beiden Brü⸗ dern, und zog ſie nach ſich hin. — Ihr, erlauchte Herren Bruͤder! behaltet Jedet eine Strecke Lan⸗ des als Fuͤrſtenthum; der Vater wird Euch dieſe