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Es war um die Waltern wohlbekannte Zeit, wo der Kerkermeiſter den Gefangenen die kärgliche Koſt brachte, und das Zeichen zum Sturme war klüglich ſo berechnet, daß um dieſe Zeit Alles noch ſtill im Lager war, und die Belagerten kiwn Sturm vermutheten.
Als nun die Ritter in dus Gefänguiß ei ein⸗ gedrungen waren, hielt ſich Walter mit ſeinem Dolche bereit, den Kerkermeiſter, kaͤme er allein, bei ſeinem Eintritte in das Gewölbe ſogleich nie⸗ derzuſtoßen. Sie durften nicht lauge wartenz denn bald nach ihrer Ankunft ließen ſich des Ker⸗ kermeiſters Schlüſſel hören. Er trat mit einem Stuͤck Brod und einem Krug Waſſer in das Ge⸗ fangniß ein. Die Gefangenen hatten ſich von ihren Strohlagern erhoben, und in bittender Stel⸗ lung der Thur genãhert. So traf ſie der Kerker⸗ meiſter au.
„Hier bringe ich euch eure letzte Atzung, ihr Hunde! — rief er ihnen beim Eintritte mit dem Hohngelaͤchter eines Teufels zu. — Es beginnt in der Burg an Brod zu mangeln, und ihr wer⸗ det doch nicht verlangen, daß ihre Vertheidiger hun⸗ gern ſollen, damit ihr eſſen könnt. Lieber mögt ihr umkommen. Was iſt an ſolchem Geſindel gelegen.


