202
Gebüſchen entgegen, und er wankte am Arme ſeines Knappen auf die Burg zuruͤck. Jam⸗ mernd empfing ihn das treue Weib, und mit Haſt fragte ſie nach ihrem Vater. Auch er iſt verwundet, ſprach der Knappe, und ſogleich eilten mehrere fort, ihn zu holen. Herrmanns Wunde wurde unterſucht, und
man fand den Arm im Gelenke zerſchmettert.
Da brachte man den Entſeelten, und ein all⸗ gemeines Jammern erhob ſich. Die wehklagende Tochter fiel laut weinend auf den Leichnam ihres dutch Mörderhand gefallenen Vaters, und dieſes zerſchnitt Herrmann das Herz; denn er klagte ſich im Geheim als die Urſache zu Dietrichs WMorde an. Als nun beſonders der Knappe den drohenden Zuruf berichtete, wurden Alle mit der höchſten Beſorgniß erfüllt, und die Wachſamkeit der Burgbewohner ſtieg auf das höchſte. Dietrich wurde auf der Burg ſeiner Vä⸗ ter begraben, und dieſelbe bis zur Volljährig⸗ keit Adelharts, des einzigen Sohnes des Verblichenen, unter die Obhut des Etters⸗ burgers geſtellt, bei welchem er auch mit ſei⸗ nen Geſchwiſtern lebte.
„
ten mehrere rauhe Stimmen aus den dichten


