wortete auf keine der ihm vorgelegten Fragen, ſondern knirſchte nur mit den Zähnen. Man warf ihn in das Verließ, doch er reich⸗ lich Speiſe und Trank.
Eiinſt lag Herrmann in der Nacht in ſanfter Ruhe an der Seite ſeiner Hedwig, als ihn des Burgwarts Laͤrmhorn aufſchreckte. Der ganze Burghof war von einer aufſteigenden Flamme erleuchtet. Der Ritter eilte mit ſeinen Knechten, ihr Einhalt zu thun, und es gelang ihm. Ein Polzen mit daran gebundenem Feuer war, von außen abgeſchoſſen, auf das Stroh⸗
dach eines Stalles geflogen, und hatte dieſen
in Brand geſteckt.
Nach wenig Tagen fand man einen n Zetter an
das Vurgthor geheftet, welcher die Worte enthielt:
„Wehe und Verderben, bald oder ſpät, uͤber Euch und alles, was Euch angehört, Ritter Herrmann! — gebt Ihr uns nicht alſobald unſern gefan⸗ genen Bruder wieder.“
Die ängſtliche Hedwig bat en Gatten flehentlich, dieſer Bitte Raum zu geben; aber Herrmann war nicht dazu zu bewegen; viel⸗ mehr wollte er, in Gemeinſchaft der benachbar⸗


