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Das thůringiſche Panier hielt der tapfere
Schenk von Nebra — der es getragen hatte, und von einem feindlichen Ritter erſchlagen wor⸗ den war — noch mit der bereits erſtarreten Fauſt krampfhaft umklammert. Sein Ueberwinder mü⸗ hete ſich eben noch, es dem Erſchlagenen zu entreißen, als ihn Herrmanns Racheſchwerd ereilte. Nach einem kurzen Kampfe war er da⸗ hin, Herrmann entwand nun dem erſchlage⸗ nen Freunde das Panier, und hielt es hoch em⸗ ppr. gn
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„Hier, Thüringer! unſer Panier!“ — rief „—
er mit ſtarker Stimme in das Schlachtgetummel hinein, und alle wurden gleichſam neubelebt bei dem Anblicke des wieder hochwehenden Paniers.
Das allgemeine Trompetengeſchmetter und Paukenwirbeln war das Zeichen für die im Hin⸗ terhalt liegenden Schaaren geweſen. Einem Wet⸗ ter gleich brachen ſie hervor, und griffen die Mitte der Feinde im Ruͤcken an. Sie fochten mit unge⸗ ſchwächter Kraft, und in Kurzem war nun die Schlacht entſchieden. Vergebens verſuchten die Feinde, ſich wieder zu ſammeln, dieſe Schaaren griffen, ſo wie Friedrich mit ſeinen Funfzigen, immer wieder die Geordneten mit friſchen Kräften


