Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1826)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

153

fen, das Blitzen der Schwerder in der Morgen⸗ ſonne; alles dieſes zuſammen gab ein ſolches furchterliches Gemalde, daß es auch den ta⸗ pfern Mann, war er bloſer Zuſchauer, zu er⸗ ſchuͤttern vermochte.

Und ſo währete dieſer Kaupf mehrere Su⸗ den lang mit gleicher Wuth und ſich immer er⸗ neueruder Erbitterung fort. Von beiden Seiten fielen Hunderte in die Arme des Todes, und das Schlachtfeld dampfte vom Blute der Er⸗ ſchlagenen und Verwundeten.

Ihres Schwures getreu fochten alle Ritter und Reiſigen im Heere der Brüder mit un⸗ erſchůtterlichem Muthe; doch die Ueberzahl der Feinde war zu groß. War eine Reihe von ih⸗ nen durchbrochen, ſo ſtand wieder eine andere auf den Leichnamen jener da, und der Kampf ging wieder von Neuem an. Alle ruͤckwärts ſtehenden Unterſtuͤtzungs⸗Schaaren waren ſchon im Streite; nur Friedrich mit ſeinen funf⸗ zig Auserwählten hatte, das Ganze lei⸗ tend, noch nicht unmittelbar Theil genommen. Endlich ermatteten die Thür inger, Meiß⸗ ner und Oſterländer; doch wich keinet aus dem Kampfe. Auch die Braunſ chweiger