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ſein ganzes Geſicht ward frei, und Herrmann wähnte, einen Geiſt zu ſehen.
Es war Ulrich von Ißerſtädt, der Sohn des Buͤrgermeiſters zu Erfurt, welchen wir früher ſchon als Herrmauns Neben⸗
buhler bei Ida kennen lernten. Wir wiſſen
auch bereits, daß er bei dem unglücklichen Brande dieſe durch einen ſeiner Freunde auf⸗ fangen, im Einverſtändniſſe mit der Aebtiſſin der Bernhardinerinnen nach dem Kloſte derſelben geleiten, und durch eine falſche Nach⸗
richt von Herrmanns Tode täuſchen ließ.
Seine Abſicht dabei war blos: Ids vor de
Hand die Ausſicht auf Herrmanns Beſitz zu
benehmen, und ſie dadurch fuͤr ihn geneigter 3
zu ſtimmen. Daß er aber bei dieſem Unter⸗
nehmen durch die Aebtiſſin betrogen wurde, in⸗ dem dieſe ganz andere und ihrem Kloſter Nutzen
bringende Abſichten dabei hatte, iſt uns gleich⸗
falls ſchon bekannt.
Als mun aber die Täuſchung endlich einen
ſo uͤblen Ausgang, ja ſelbſt Ida's Tod zur
mittelbaren Folge hatte; da ergriff das Be⸗ wußtſeyn: „Du haſt die Herrliche gemordet!“ 2 mit ſeinen Harpyenklauen den armen ulrich,


