und ſein Leben ward zur ſieten Folterqual.
Strafe genug fuͤr den Unglücklichen, der nur
ein Verblendeter, aber kein Böſewicht war, und mehr als genug, um ihm alles zu verzeihen, wozu ihn die Leidenſchaft hingeriſſen hatte. Dieſer unerträglichen Hölleuqual ein Ende zu machen, entdeckte ſich Ulrich einem alten Minoritenbruder, und dieſer rieth ihm, durch den Eintritt in irgend einen ſtrengen Moönchsorden, ſo wie durch ächte Reue und Leid, durch Faſten, Beten und Kaſteien, die verlorne Gewiſſensruhe wieder zu ſuchen. Sei⸗ nem Vater durfte er dieſes nicht entdecken; denn dieſer würde den ein;z zigen Sohn nicht von ſich gelaſſen haben, und gleichwohl ſtand der Eutſchluß, dem Rathe des alten Minoriten zu ſolgen, ſelſenfeſt in ſeiner Seele. Er entfloh daher heimlich aus des Vaters Hauſe, welches er nie wieder ſah, und begab ſich in die Car⸗ thauſe zu Creuznach, um dort ſeinen Zweck zu erreichen. Schon in ſeinem Noviziat er⸗ warb er, durch ſeine Strenge gegen ſich ſelbſt, die Achtung ſeiner Obern „beſonders wurde ihm der Prior hold, dem er ſich entdeckt hatte.
Er belobte ihn ſeines ſtrengen
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