In der Nähe von Dijon finden wir unſere ⸗ Freunde wieder. Sie hatten des Weges ver⸗ fehlt, und waren in eine Einöde gerathen. Die Finſterniß der Nacht uͤbereilte ſie. Sie kamen endlich an ein großes, einſam ſtehendes Ge⸗ bäude, und als ſie Einlaß begehrten, antwor⸗ tete man ihnen: daß das Kloſter der Car thäuſer zwar keine Reiſenden beherberge, doch ſolle ihnen wegen der Finſterniß, als Verirrten, ein Obdach und Labung werden.
Man fuͤhrte ſie in eine duͤſtere Zelle, und brachte ihnen Brod und Wein. Nach Mitter⸗ nacht ertönte die Kloſterglocke, und rief in ein⸗ zelnen traurigen Lauten die Brüder in das Chor. Von der Kirche heruͤber ſchallte ihr Ge⸗ ſang in tiefen, lang gehaltenen Tönen, und machte eine ganz beſondere Wirkung auf der beiden Ritter verwundete Herzen.
Kaum röthete der anbrechende Tag den nächtlichen Himmel, als auch Herrmann
nach der Kirche ging. Die tiefe Stille, welche Ein dieſen, der immerwährenden Todesbetrathtunz


