Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1826)
Entstehung
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Er rief ſeinem alten, treuen Burgvogt, und entdeckte ihm, was geſchehen war. Der alte Greis rieth weinend ihm zur Flucht. Berths und der Knabe waren nicht zu ermuntern⸗ Keine Zeit war zu verlieren. Der unglückliche Ruprecht legte alſo mit blutendem Herzen ſeine ſchwarze Ruͤſtung an, rief zwei Knechten, und fragte ſie, ob ſie aus freiem Willen mit ihm in's Elend ziehen wollten? Die hochherzi⸗ gen, treuen Diener ſchwuren, ihn nicht zu ver⸗ laſſen. Bald' waren auch ſie ſchwarz gewapp⸗ net, wie ihr Herr, und reiſefertig, wie er. Da nahm der ungluͤckliche Gatte und Vater mit brechendem Herzen Abſchied von ſeinen beiden Lieben, küßte noch einmal den Mund ſeines

treuen, ſchuldloſen Weibes, befahl ſie und den

Knaben in Gottes Schutz und entfloh, ſie nie wieder zu ſehen.

Sein erſter Weg führte ihn nach der Li ulmenſtein, wo der Burgherr, Ritter Bern⸗ hard, ſein treuer, redlicher Freund war. Er entdeckte ihm das Geſchehene, und Bernhard fand es ſelbſt am gerathenſten, ſich vor der Hand der Moͤnche Rachſucht zu entziehen. Er

ſchwur dem Fliehenden, ſeines Weibes Schuͤtzer 6