Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1826)
Entstehung
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terliche Wuth trat an ihre Stelle. Mit hoch gehobenem Dolche ſtürzte er auf den Ehren⸗ ſchänder ein, der vom Lager aufgetaumelt war, auf ſeine Knie ſiel, und um Gnade flehen

wollte, als Ruprechts Dolch ihm in das

Herz eindrang, und er ſich röchelnd in ſeinem Blute wälzte. Des Todes Arme umfingen ihn. Da ſtammelte er noch leiſe: „Ber— tha— iſt— un — ſchul — dig — an — die— ſer — That.— — Sie — ſchlaft. — — Ein — Schlaf — trunk —

d hat. „ Er konnte nicht vollenden, denn des

Ritters ſcharfer Dolch durchbohrte noch einmal

die Bruſt des Schändlichen, und unter gräß⸗

lichem Brüllen fuhr ſein Geiſt zur Hölle. Allgemach kehrte die Beſinnung wieder zu

Ruprecht zuruͤck, und er überlegte nun, waß er gethan hatte. Seine Lage war ſchrecklich.—

Er hatte einen Diener der Kirche gemordet. Wer konnte aber an das Verbrechen des Abtes

glauben, da der Heuchler den Ruf hoher Fröm⸗

migkeit erſchlichen hatte, und es ſtand ihm, dem Mörder eines ſo heiligen Mannes, eine ſchreckliche Strafe bevor, ſo daß ihm nur eine

ſchnelle Flucht als das einzige Rettungsmittel

blieb.