terliche Wuth trat an ihre Stelle. Mit hoch gehobenem Dolche ſtürzte er auf den Ehren⸗ ſchänder ein, der vom Lager aufgetaumelt war, auf ſeine Knie ſiel, und um Gnade flehen
wollte, als Ruprechts Dolch ihm in das
Herz eindrang, und er ſich röchelnd in ſeinem Blute wälzte. Des Todes Arme umfingen ihn. Da ſtammelte er noch leiſe: „Ber— tha— iſt— un — ſchul — dig — an — die— ſer — That.— — Sie — ſchlaft. — — Ein — Schlaf — trunk —
d hat. „ Er konnte nicht vollenden, denn des
Ritters ſcharfer Dolch durchbohrte noch einmal
die Bruſt des Schändlichen, und unter gräß⸗
lichem Brüllen fuhr ſein Geiſt zur Hölle. Allgemach kehrte die Beſinnung wieder zu
Ruprecht zuruͤck, und er überlegte nun, waß er gethan hatte. Seine Lage war ſchrecklich.—
Er hatte einen Diener der Kirche gemordet. Wer konnte aber an das Verbrechen des Abtes
glauben, da der Heuchler den Ruf hoher Fröm⸗
migkeit erſchlichen hatte, und es ſtand ihm, dem Mörder eines ſo heiligen Mannes, eine ſchreckliche Strafe bevor, ſo daß ihm nur eine
ſchnelle Flucht als das einzige Rettungsmittel
blieb.


