7 uh in ihren Becher geſchüttet. Er trank, als ſie wieder erſchien, ganz un befangen auf ihres Ruprechts Wohl, und ſie that Beſcheid. Auch der Knabe begehrte, und erhielt von dem Weine. Bald that das Mittel ſeine Wirkung. Der kleine Otto ver⸗ langte am erſten zu ſchlafen. Seine Mutter trug ihn auf ſein Bettchen im Nebenzimmer⸗ Bald entſchlief auch ſie. Als der Abt ſie feſt eingeſchlafen glaubte, beging er ſein teufliſches
unentweiheten Reizen des todtengleichen Weibes. SAber es ſollte die Strafe ſogleich dem Ver⸗ brechen folgen, und Ruprecht erſchien in den Augenblicken, als es begangen wurde, im Hofe der Burg. Er hoͤrte von der Anweſenheit des Abtes, und eilte die ſteinerne Wendeltreppe hin⸗ auf, ihn, den gewähnten Freund, zu begrüßen. Er fand das Wohnzimmer leer, und ſtutzte be⸗ remdet. Eine geheime Ahnung trieb ihn, die A Thuͤr des Nebenzimmers reiſe zu eröffnen.
5 Aber wie vom Blitz getroffen, taumelte er zu⸗ ruͤck, und glaubte, ſeinen Augen nicht trauen zu dürfen, als er ſah, was geſchah. Bald er⸗ holte er ſich aus ſeiner Betaͤubung, und fürch⸗
Verbrechen, und ſchwelgte ungehindert in den


