WVater zu ſeyn.
und des Knaben Vormund zu ſeyn; und nun um etwas ruhiger, floh Rupr echt in fremde Laͤnder. So zog er ſchon mehrere Monden lang von Land zu Land, als wir ihn bei Herr⸗ manns Kampf mit dem Ursacher wieder fanden.
Bertha ſchuf noch une, als ſi ch Ru⸗ precht ſchon entſernt hatte. Wer vermag es aber, den Zuſtand ihrer Seele zu ſchildern, als ſie erwachte, und erfuhr, was geſchehen war. Der Ritter Bernhard redete ihr tröſtend zu, und verſprach ihr, Ruprechts Willen treulich zu erfüllen, ihr und ihres Kindes redlicher Ver⸗ ſorger und Schutzer zu ſeyn. Der biedere Ul⸗ menſteiner hielt redlich Wort; und da auch fein mit ihm gleichgeſinntes Weib die unglück⸗ liche Bertha ſchweſterlich aufnahm, ſo be⸗ ruhigte ſie ſich allgemach in etwas wieder; doch lebte ſie in tiefer Trauer um ihren Ruprecht, und der Gram um ihn bleichte ihre Wangen⸗ Endlich brach das treue Herz. Sie ſtarb, und ihr letzter Seufzer war fuͤr Ruprecht und den verwaiſeten Otto. An ihrem Sterbelager ſchwur Bernhard, dem Kleinen ein treuer Redlich hielt er auch in der


