Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1826)
Entstehung
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Wer gus dem Ritter nnhe

dieſe iefe net

Es lebte dieſer edle, biedere Mann mit ſei⸗ nem Weibe und einzigen Söhnlein in ſtiller Häuslichkeit auf ſeiner Burg; denn ſo tapfer er auch war, ſo war er doch kein Raufbold, der mit den Nachbarn gern in Fehde lebte. — Da trat plötzlich ein teufliſcher Unhold zwiſchen dieſe gluͤckliche Familie, ihren ſtillen Frieden fuͤr immer zerſtörend. Und es nannte ſich, lei⸗ der! dieſer Teufel in Menſchengeſtalt einen

Prieſter Gottes.

Dem Abte des nahen Kloſters, einem ſchein⸗ heiligen Böͤſewicht, ſtach Bertha's Schoͤnheit in die Augen, und erregte wolluſtige Begierden in ihm. Bei dem tugendhaften Weibe ver⸗ mochte er nicht, ſie auf dem Wege der Ver⸗ fuͤhrung zu ſtillen, und er verfiel daher auf ein Mittel, welches eines Teufels wuͤrdig war.

Mit der gleisneriſchen Miene der Frömmig⸗ keit ſchlich er ſich auf der Burg Ruprechts