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liche Herz, und oft iſt ſie vermögen feſteſten Entſchlůͤſſe zu zerſtören. 3 Von des Schickſals harten nief gebeugt, und durch Ida's ſchnellen Tod faſt vernichtet, hatte Herrmann verzweiflungsboll die ſtille, väterliche Burg verlaſſen, und ſich in das Gewühl der großen Welt geſtuͤrzt in demſelben die erlittenen Schläge des Schickſals zu vergeſſen, oder in irgend einem Kampfe den gewünſchten Tod zu finden; die Zeit aber heilt Wunden, und bricht Roſen. Schon die ſanfte Jutta von Worfin⸗ gen hatte — wie wir bereits wiſſen — eine mehr als ſchweſterliche Liebe fuͤr Herrmann empfunden, und dieſer hatte die aufkeimende Leidenſchaft derſelben bald gewahrt. Aber dort war der Schmerz um Ida noch zu neu, und die durch ihren Tod geſchlagene Wunde blutete noch zu ſehr, als daß die Liebe zu einem an⸗ dern weiblichen Weſen hätte Platz in ſeinem Herzen greifen können; und darum floh er ſie. Seit jener Zeit waren bis jetzt mehrere Monate verfloſſen, und die in dieſer Zeit ſo raſch auf einander gefolgten Begebenheicen und ſeine Verwundungen hatten die Heilung


