5 vn aegen ei⸗ etzt erhalten hat Ein 2 eidenfteſt, welches der Graf mit all den Seinigen feierte, zeichnete dieſen Tag vor den andern aus. Ein allgemeiner Jubel erfüllte die Dörfer des Grafen, und uͤberall hörte: man jauch⸗ zen; denn alle Unterthanen ſeteen ſich, wenn ihr guter Herr fröhlich: war. Emma's Augen hatten ſchon oft auf dem bithete „ männlich ſchönen Juͤnglinge geruht, und bereits an dem Tage, wo ſie als Gerettete . wieder auf der Burg ihres Vaters ankam, ſchlug ihr Herz, von den Gefühlen der innigſten Freund⸗ ſchaft erfüllt, fuͤr den edlen Jüngling, der ſie mit Gefahr ſeines Lebens aus den Händen des Räubers geriſſen hatte. Als er aber unverſehrt 3 aus dem fürchterlichen Kampfe auf Leben und Tod zuruckkehrte, welchen Gottes Hand ſo glor⸗ reich fuͤr ihn geendet hatte, da wandelten ſich jene Gefuhle der freundſchaftlichen Achtung in die heißeſte Liebe um, und nur die jungfräuliche ₰ Schamhaftigkeit hielt ſie ab, dem heimlich ſo herzlich Geliebten mit offenen Armen entgegen zu eilen. Groß iſt die Macht der Liebe über das menſch⸗
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