denen mãchtig gefordert. Dun einen Zufall waren der ſanften Emma Zuͤge jenen ähnlich, welche Ida einſt bei ihrem Erdenleben an ſich trug. Dieſes und ihr engelgutes Gemuͤth, wel⸗ ches alle Herzen für ſie gewann, beſiegte end⸗ lich Herrmanns Vorſatz, nie wieder zu lie⸗ ben, und machte ihn zu nichte.
Die Liebe keimte auf's Neue in ſeinem Her⸗ zen, und machtig zog ſie ihn zu Emma hin. Die Sehkraft des Auges wird durch die Liebe geſchaͤrft, und bald wurde die Geliebte den Sieg gewahr, den ſie über den Unempfindlichen da⸗ von getragen hatte.
Ihr Umgang ward mit jedem Tage inni⸗ ger, und bald ſanken ſie ſich mit dem Geſtänd⸗ niſſe heißer Liebe in die Arme und an das Herz, einander ewige Treue gelobend.
„Herr Graf! — ſprach Herrmann am andern Tage zum alten Vater Dedo — ſchon laͤngſt ehrte und liebte ich Euch gleich meinem Vi
„Und ich Euch, lieber Ritter! gleich mei⸗ nem Sohne“ — fiel ihm der Graf mit Herz⸗ lichkeit ins Wort, und reichte ihm die Hand,
welche Herrmann ergriff.


