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Die Ideale : Ein Roman / von H. Stahl
Entstehung
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Sie irren ſich! ſagte ſie ruhig und ſchlug ihren Schleier zuruck, und er blickte in ein jugendlich ſchoͤnes, aber wildfremdes Geſicht. Er ſprang verwirrt empor. Graͤfin! ſtotterte er, welches entſetzliche Spiel? Sie winkte ihm gelaſſen, ſich zu ſetzen. Sie zu ſtrafen und Sie zu be⸗ ſchuͤtzen! antwortete ſie ernſt. Adeline iſt meine Freundin. Das Schickſal der unſchuldig von Ihnen Verlaſſenen ging mir tief zu Herzen. Ich ſchwor ihr Genugthnung. Sie hatte mir er⸗ zählt, daß dieſes Fruͤhiahr Sie zur Zu⸗ ſammenkunft mit einem geliebten Freun⸗ de auf dieſe Inſel fuͤhren werde. Dar⸗ auf bauete ich meinen Plan. Durch einen Freund meines Oheims ließ ich den Generalintendanten von Bolte, der ohnedieß eine Rheinreiſe machen wollte, bewegen, mit ſeiner klugen, gefallſuch⸗ tigen, verderbten Tochter ſeinen Auf⸗ enthalt einige Tage hier zu nehmen. Emma von Bolte beſitzt alle Vorzuge, ein erborgtes Gefuͤhl, zumal in Augen, die mit Phantaſie ſehen, ſcheinbar zu einem wahren zu machen. Auch mit Ihnen, Herr von Altheim, mußte ſie ſich bald auf Eine Stufe des Gefühls⸗ vermoͤgens ſtellen koͤnnen; doß Sie dann in ihren Netzen gefangen waren, dar⸗ an war nicht zu zweifeln. Emma mußte