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Die Ideale : Ein Roman / von H. Stahl
Entstehung
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Ihr Ibeal werden. Aber weiter ſollte Ihre

Strafe nicht gehen. Darum bewog ich

meinen Onkel, ebenfalls, und zwar mit

mir, hierher zu reiſen. Emma war zu

ſchlecht, um Ihre Gemahlin werden zu

dürfen; zur rechten Zeit mußte ich ein⸗

ſchreiten. Daß ich dabei die Maske ei⸗ ner Blinden wählte, erleichterte zum Theil mein Spiel, zumal, da ich oh⸗ nehin nicht immer Herrin meiner Ge⸗ fuͤhle bleiben konnte, und hatte zum

Theil einen kleinen romantiſchen Zau⸗

gemiſcht? —

Altheim konnte vor bitterer Scham nicht antworten. Doch nach einer Weile tauchte immer kräftiger und ſiegender

ber. — Habe ich die Karten gluͤcklich

ein ſchoͤneres Gefuͤhl in ihm auf. Liebt

Adeline mich noch? fragte er. Das Weib liebt nur einmal! ant⸗ wortete die Gräfin. 3

Da ſpiegelte ſich eine ſtille Freude in Altheims Augen.

Heinsberg aber ſah die Gräfin mit

einem dunkel glühenden Blicke an. Nur einmal liebt das Weib? fragte er errö⸗ thend und zoͤgernd.

Sie richtete ihr Auge auf ihn, nſcht böſe; und mit einem anmuthigen

Lächeln erwiederte ſie: Nur Einmal, aber fuͤr immer!