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Die Ideale : Ein Roman / von H. Stahl
Entstehung
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MRie! antwortete die Gräfin leiſer. Denn in einem Weibe, welches liebt, Wſet jedes Gefühl ſich nur in dem Ei⸗ nen Gefuhle der Liebe auf. Iſt dieſes betrogen, iſt dieſes zu Schanden gewor⸗ den, ſo ſtockt ſein ganzes Weſen, ſo iſt das ganze Weib betrogen, zerruͤttet, zernichtet.

Adeline! rief Altheim mit ſchmerz⸗ licher Stimme, ohne daß er wußte, wie der Name uͤber ſeine Lippen ge⸗ kommen war.

Wenn wir wahrhaft lieben, ſuhr die Gräfin mit ſchwankender, von Thrä⸗ nen unterbrochener Stimme fort; ſo lieben wir für unſer ganzes Leben. Selbſt von einem unwuͤrdigen Geliebten koͤn⸗ nen wir unſer Herz nicht losreißen, was der Mann wohl kann. Und je ſtiler und ſtummer unſere Liebe iſt, deſto kräftiger, inniger iſt ſie. Wenn das wahre Gefuͤhl uberhaupt ſich nicht laut und breit macht, die wahre Liebe