verſtoß dein eigen Kind nicht! Rimm das unbedachte Wort zuruͤck! — O bedenk deine ungluͤckliche Gattin; ſchuͤtte nicht durch un⸗ menſchliche Härte den Becher des Leidens vollig uͤber mich aus!
Rein, nein! rief der Fuͤrſt, ſie von ſich abwehrend; ich habe ihn oft ermahnt, den frechen Buben. Endlich mußte der Jaden meiner Langmuth reißen. Er hat den Na⸗ men meines Sohnes fuͤr immer verwirkt. Er ſoll fort!
Da hatte ſich der Prinz gefaßt. Noch einen flammenden Blick warf er auf den Vater; dann trat er raſch vor die Mutter, warf ſich vor ihr auf beide Kniee, kuͤßte die weinende, ſich uͤber ihn hinbeugende Matrone, und rief mit ſchmerzvoller Stim⸗ me: Lebe wohl, Mutter! — Dann ſprang er eben ſo raſch auf, nach der Thuͤre hin.


