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„Wartet hier alle zwei Minuten!“
Darauf verließ er das Gemach.
Was mochte er vorhaben?
„Ich ahne es“ ſagte der junge Erbgraf.
Auch er hatte die Wahrheit geahnt.
Der regierende Graf kehrte am Arme ſeiner Ge⸗ mahlin zurück.
Hinter ihnen ging die Comteſſe Ferdinande.
Mit ſeiner Gemahlin trat er in die Mitte des Zimmers.
„Stelle Dich an die Seite Deiner Mutter!“ ſagt⸗ er zu der Tochter.
„Du, Leopold, tritt an meine Seite“, wandte er ſich zu dem Sohne.
„Und Du, Bruder Kurt, ſtellſt Dich an der Seite meines Sohnes Leopold auf.“
Sie thaten Jedes, wie er geſagt hatte.
Dann ſprach der regierende Graf mit ſeinem feier⸗ lichſten Weſen zu den beiden Zwillingsbrüdern:
„Meine erlauchten und geliebten Brüder! Nach⸗ dem Ihr vor jetzt fünfundvierzig Jahren auf eine für Jedermann unbegreifliche Weiſe verſchwunden waret und keine Kunde von Euch zu uns drang, mußte ich bei dem Ableben unſeres hochſeligen Herrn Vaters in Gemäßheit der Geſetze unſeres erlauchten Hauſes und


