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„Ein Menſch wie Du darf nie regierender Herr dieſes Landes werden.“
„Gnädigſter Vater, ich ſprach in dieſem Augenblicke meine Schweſter Ferdinande.“
„Was ſoll ſie?“
„Sie war auf dem Wege zu Dir und blieb nur zurück, weil Du mich zu Dir befohlen hatteſt.“
„Ich werde ſie nachher empfangen.“
„Sie war nicht allein. Zwei Herren waren bei ihr.“
„Meine Tochter hat keine Herren zu mir zu führen.“
„Hm, gnädigſter Vater, auf Schloß Werdenburg haben ſich in dieſer letzten Stunde wunderſame Dinge ereignet. Es ſind drei Erbgrafen hier oder vielmehr keiner, aber drei regierende Herren.“
Der Graf Eberhard erblaßte, aber nur einen Augen⸗ blick.
„Ahne ich die Wahrheit?“ rief er.
„Ja, mein Vater, die verſchwundenen Erbgrafen ſind zurück, hier, dort im Vorzimmer.“
„Eine halbe Minute!“ ſagte der Graf Eberhard.
Er mußte ſich in ſeinen Lehnſeſſel niederlaſſen, aber nur die halbe Minute. Dann war er wieder der ſtramme Herr, wenn er auch nicht mehr regierender Herr war.


