Teil eines Werkes 
4. Band (1869)
Entstehung
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ſich in chriſtlicher Ergebung dem Unabwendbaren unter⸗ worfen. Ich hoffe, auch Sie, hochedles Kind, wer⸗ den es.“

Die kalten, trockenen Worte hatten der Dame die Sprache zurückgegeben.

„Mein Kind, mein Kind!“ ſchrie ſie auf.

Sie bedeckte das Kind mit ihren Küſſen und mit ihren Thränen, und unter den Küſſen und Thränen flüſterte ſie ihm zu:

„Ich bin Deine Mutter. Die Welt durfte es nicht wiſſen. Auch Du nicht. Du durfteſt nicht Deinen Vater, nicht Deine Mutter kennen. Jetzt, da ſie Dich auf immer von mir reißen wollen, kann, darf mein Mund nicht mehr ſchweigen.“

Sie wollte noch mehr ſprechen.

„Fürſtliche Gnaden werden Abſchied nehmen müſſen“ ſagte mit ſeiner trockenen, harten Stimme der Rhein⸗ graf.

Die Dame fügte ſich.

Sie umſchlang noch einmal das Kind; ſie erſtickte es faſt mit ihren Küſſen.

Der Rheingraf zog ſie zurück, nahm den Arm des Kindes.

„Lebe wohl! Lebe wohl!“ rief die Mutter.

Sabina war betäubt.