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Die Comteſſe Ferdinande führte den Mönch.
Die würdige Mutter war allein in ihrem Gemach; auch ſie in tiefem Sinnen, wie wenige Stunden vorher der eine der beiden Brüder, die jetzt zu ihr eintreten ſollten. Auch Sabina, das Fürſtenkind, dachte wohl über vergangene Zeiten nach, vielleicht über die letzten Augenblicke, in denen ſie mit den beiden Brüdern zu⸗ ſammen geweſen war.
In den letzten Strahlen der untergehenden Sonne an jenem Tage vor fünfundvierzig Jahren hatten ſie, zwei entſetzlichen Geſpenſtern gleich, vor ihr geſtanden. Sie hatte ſeitdem keinen von ihnen wiedergeſehen; ſie
hatte von beiden nie wieder etwas gehört. Eine Stunde ſpäter, da die Schlucht in Finſterniß gehüllt lag, war ein Wagen an dem weißen Landhauſe vorgefahren. Der weißgepuderte Rheingraf war aus⸗ geſtiegen, hatte ſich mit der Tante eine Stunde lang eingeſchloſſen, war dann mit dieſer in dem Zimmer Sabina's erſchienen.
Die Dame hatte tief verweinte Augen. Sie ſchloß Sabina ſchmerzlich, leidenſchaftlich in ihre Arme. Sie war unfähig zu ſprechen.
Der Rheingraf nahm für ſie das Wort.
„Ihre fürſtliche Gnaden müſſen ſich von Ihnen trennen, erlauchtes Kind. Ihre fürſtliche Gnaden haben


