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„Sie hat viel gelitten!“ ſetzte der Ritter hinzu.
„O, nicht mehr als Ihr, als Euer beider edle Antlitze zeigen.“
Ueber ihre ſchönen Züge floſſen die Thränen.
„Iſt Mamſell Treue noch hier?“ fragte der Ritter dann.
Den Namen Evchen ſprach er nicht aus. Er wollte den Bruder überraſchen.
Die Comteſſe öffnete eine Seitenthür.
Evchen ſtand darin.
„Eychen! Evchen!“ rief der Mönch.
„Ja, unſer Evchen!“
Und die beiden Greiſe umarmten das beſcheidene Kind, deſſen von Purpurglut übergoſſene Schönheit in doppeltem Reize ſtrahlte.
„Und nun“ ſagte der Ritter, „Du freundliche Nichte Ferdinande, noch eine Bitte. Führe uns zu der wür⸗ digen Mutter. Und Evchen begleitet uns.“
„Zu der würdigen Mutter aus dem Kloſter zu Waldenbrück?“ fragte von neuem überraſcht der Mönch.
Züt ihr.
„Und wie kommt ſie hierher?“
„Du wirſt es erfahren.“
Sie gingen in das Zimmer der würdigen Mutter.
Der Ritter hatte Eychen's Hand gefaßt.


