Teil eines Werkes 
4. Band (1869)
Entstehung
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„Melden Sie uns Seiner Erlaucht dem regierenden Grafen!“ bat der Ritter.

Noch ein Diener erſchien.

„Comteſſe Ferdinande läßt die hochwürdigen Herren zu ſich bitten.“

„Gehen wir zu ihr, Bruder.“

Die Comteſſe Ferdinande hatte durch ihr Fenſter den Wagen ankommen ſehen.

Ihr Vater war böſer Laune. Er hatte durch zu⸗ rückkehrende Leute aus der Stadt Waldenbrück Nach⸗ richten von der Proeeſſion erhalten. Sie hatten ihn in hohem Grade aufgebracht, war der Comteſſe mitge⸗ theilt; es müſſe wieder den gnädigen Herrn Erbgrafen betreffen; mehr wußte man nicht, erzählte man daher auch nicht, obwohl an den kleinen Höfen ebenſo wohl und ebenſo viel geklatſcht wird wie an den großen.

Die Comteſſe wollte, daß die beiden verſchwundenen Erbgrafen bei der Rückkehr in ihr Schloß zuerſt freund⸗ liche Geſichter ſehen ſollten.

Mit einem freundlichen Geſichte empfing ſie die beiden Greiſe.

„Unſere Nichte Ferdinande!“ ſagte der Ritter zu dem Mönche.

Der Mönch blickte in die Züge der edelſten Schön⸗ heit, des bittern Unglücks, küßte die ſchöne Stirn.