Teil eines Werkes 
4. Band (1869)
Entstehung
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ihnen zu erliegen. Dort wollten die Herzen ſich aus⸗ ſprechen⸗

Die Proceſſion war vorbei.

Die Landleute, die zu ihr herbeigekommen waren, hatten ſtill die Stadt wieder verlaſſen. Die Bürger hatten ſich ſtill in ihre Häuſer zurückgezogen. Es war der ſtille Freitag.

Nur die fremden Soldaten ſah man in den Straßen. Sie nahmen die Altäre in Augenſchein, die noch da ſtanden und die ihnen fremd waren⸗

Das Franciscanerkloſter mit ſeiner Kirche war 1 von den Dragonern beſetzt.

Vor der Kloſterpforte hielt der Wagen des Ritters.

Der alte Diener und der Mohr ſaßen vorn auf dem Bocke; der große ſchöne Bernhardinerhund lag auf dem Rückſitze. Der Fondſitz war leer.

In der Thür des Vogelſang'ſchen Gaſthofs ſan der Herr Chriſtoph Vogelſang, ſeine Frau Rieke und der Ohm Andreas Appelbaum. Sie blickten neugierig nach dem Wagen und der Kloſterpforte, wer aus dieſer hervorkommen werde, um in jenen einzuſteigen.

Der Pater Vitalis ſelbſt hatte den Wagen beſtellt; wofür und wozu, hatte er nicht geſagt.

„Ohm“ ſagte der Herr Chriſtoph Vogelſang, „das iſt heute ein kurioſer ſtiller Freitag hier!“