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der Johanniterritter, die kräftige Geſtalt mit dem ge⸗ bräunten Geſicht und den feſten Zügen darin! Leopold, der Bettelmönch in der groben braunen Kutte, ein Krüppel, der ſich auf ſeine Krücke ſtützen mußte, das Geſicht bleich, hager, alle Züge darin erſchlafft! Und dennoch, wie glichen ſie ſich wieder! Beide dieſelben hohen Geſtalten, beide die nämlichen Augen mit dem Blick voll Milde, dieſelbe feine, edle Form der Geſichter und darin die Züge des Adels der Seele! Sie waren Brüder, ſie waren Zwillingsbrüder.
Leopold, der Mönch, verbarg ſeine Krücke, auf die er ſich ſtützen mußte.
Franz ſuchte ſie mit den Augen.
So ſtanden ſie ſich ſchweigend einander gegenüber. Nur eine Sekunde lang.
Dann mußten die lange getrennt geweſenen Herzen an einander liegen.
Der Ritter hielt den Mönch aufrecht.
Worte kamen nicht über ihre Lippen, aber in den Augen hatten ſie Thränen.
„Zur Schwalenburg“ ſagten ſie dann. „Zu unſerer Schwalenburg!“
Dort waren ſie aufgewachſen, Jünglinge geworden,
gereift zu den Männern, die ein halbes Jahrhundert lang die ſchwerſten Seelenqualen tragen konnten, ohne


