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dieſen Fluch auf ihn geladen! Wird er mir verzeihen können? Ich habe ebenſo lange Buße gethan, ſage ich mir! Aber habe ich denn? War es denn eine Buße, die ich auf mich nahm, der Welt zu entſagen, in die Einſamkeit und Stille dieſes Kloſters mich zu⸗ rückzuziehen? Was ſollte, was konnte ich denn in der Welt? Konnte ich zu den Meinigen zurückkehren, allein, ohne ihn, ohne Kunde von ihm? Mußte ich nicht Rechenſchaft von dem Bruder ablegen? Und mußte nicht jedes Wort, das ich ſprach, mir das Kainszeichen auf die Stirn drücken? Sie mußten mich für den Brudermörder halten! Und war ich es nicht, indem ich jenen Fluch des Brudermordes auf ſein Herz gelegt habe? Und daß ich ſeinen Namen hier annahm, hier wieder — es war wohl eine Spielerei mit der Reue; aber lag denn wahre Reue, lag Buße darin, die mich mit Gott, mit ihm wieder ausſöhnen konnte? Und doch, und doch! Ich kann ihn mit Ruhe erwarten. Ich ſehne mich nach ihm! Iſt das nicht jene wunder⸗ bare Gnade Gottes, die in die Herzen der Menſchen ſieht, die die Herzen der Menſchen lenkt?“
Der Schritt draußen in dem Kloſtergange war auf⸗ gehalten, zurückgekehrt, kam der Zelle näher.
Der Pater Guardian erkannte ihn.
„Herein!“ rief er dem Pater Vitalis zu.


