Teil eines Werkes 
4. Band (1869)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

123

Das war ihm unmöglich.

„Unteroffizier, rede Er mit den Leuten.“

Mit dem Geſindel! durfte er nicht einmal ſagen.

„Ihr guten Leute“, ſagte der Unteroffizier, „laßt uns doch nur aus dem Gange, Eure Proceſſion kann ja ſonſt nicht voran.“

Das leuchtete den Bauern ein. Sie machten Platz für die Reiter.

„Aber einzeln ſollen ſie abziehen!“ rief einer.

Und ſie mußten einzeln abreiten durch die Menge, Mann für Mann, der lange Lieutenant an der Spitze, der Unteroffizier ſchloß den Zug.

Der lange Lieutenant von Marnitz machte unge⸗ fähr ein Geſicht dazu, als wenn er Spießruthen laufen müſſe.

Und als er die freie Straße mit ſeinen Leuten er⸗ reicht hatte, wollte ihm noch unbehaglicher zu Muthe werden. Er erwartete hier die aus dem Gange her⸗ vorkommende Proceſſion. Es waren auch auf der Straße noch die Maſſen von Menſchen, aber es waren meiſt Weiber da, die zurückwichen, wie ſie die Pferde und die Waffen ſahen; und von zurückweichenden Weibern laſſen die Männer ſich gern zurückziehen. Der Herr von Marnitz zog zudem alle Dragoner vom Kloſter und von der Kirche an ſich, die er dort augenblicklich