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Aber ſie zogen weiter nach Bonn, um dem verſtorbenen Freunde ihres Vaters die letzte Ehre zu erweiſen. In dem prunkvollen kurfürſtlichen Leichenzuge fielen allen, die daran Theil nahmen und ihm zuſchauten, zwei hohe, ſtattliche Jünglinge auf, die einander glichen, daß man auch nicht das geringſte Unterſcheidungszeichen an ihnen zu entdecken vermochte, an denen aber jeder ihrer Züge und jede ihrer Bewegungen den Adel der Geburt und der Erziehung bekundeten. Niemand kannte ſie, Jeder⸗ mann fragte nach ihnen. Sie waren, wie man ſie plötzlich in dem Leichenbegängniſſe geſehen hatte, nach deſſen Beendigung plötzlich wieder verſchwunden.
Wo waren ſie geblieben?
Sie hatten ſich in einem Nachen über den Rhein ſetzen laſſen, waren drüben zu Fuße an dem ſchönen Strome hinaufgegangen, dem Siebengebirge zu.
Auf die Ufer des Rheins hatte ſich der Frühling gelagert mit ſeinem friſchen Raſen, ſeinen Blumen, den grünen Blättern in dem krauſen Geſträuch, den gelben Zweigen der Weiden. Er hatte ſich verbreitet über die Dörfer, über die Städte; die rothen Dächer ſchauten aus den neubelaubten Aeſten der Obſtbäume, die weißen Mauern und die grünen Jaloufien aus den Blüten der Spaliere hervor. Die Lenzespracht hatte ſich hin⸗ eingezogen bis tief in die Thäler und Schluchten der


