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wunderlich geformten und gezackten Gruppen des Sie⸗
bengebirgs; oben an den Abhängen trieben die Eichen friſche Knospen, und an den Felſen und um die Rui⸗ nen blühten der Weißdorn und die wilde Roſe.
Die beiden jungen Männer durchſchritten ſchwei⸗ gend alle die Pracht, gingen immer neuen Reizen ent⸗ gegen. Sie hatten das Dorf Beuel hinter ſich, waren durch das ſchöne Oberkaſſel gegangen, hatten ihren Schritt um das reizend gelegene Königswinter herum⸗ gelenkt, waren am Fuße des Siebengebirgs. Sie er⸗ ſtiegen den Drachenfels, hatten oben an der Ruine den wunderbarſten Fernblick, den Rhein hinauf, den Rhein hinunter, weit über ihn hinweg in das Land hinein, ſahen überall lachende Fluren, freundliche Dör⸗ fer, alte, ehrwürdige, reiche Städte. Sie ſtiegen wieder hinunter in die Ebene, umgingen das Dörfchen Stons⸗ dorf, traten in ein ſtilles, verſchwiegenes, einſames Thal mit reizenden Landhäuſern in blühenden Gärten, waren in Honnef, dem lieblichſten Thaldorfe am Nie⸗ derrhein.
„Hier bleiben wir“ ſprachen ſie beide wie aus einem Munde.
„Aber hier gibt es keine Abenteuer“ ſagte der eine.
„Hier bedürfen wir keiner Abenteuer“, ſagten ſie


