Teil eines Werkes 
4. Band (1869)
Entstehung
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Der junge Mönch mußte dem Vorſteher des Kloſters oft Geſellſchaft leiſten. Der Greis fand Gefallen an dem Geiſte, der Bildung, dem zwar eigenthümlichen, aber doch klaren Charakter des jungen Paters, Eigen⸗ ſchaften, die er während ſeines langen Aufenthalts im Kloſter vorher ſicher nicht gefunden hatte.

Der Pater Vitalis war zu dem Pater Guardian mit einem Bericht eingetreten.

„Es iſt Alles in Ordnung, Pater Guardian.“

„Sie haben auch Sorge dafür getragen, daß das Geheimniß bewahrt werde?“

„Ich habe jede mögliche Vorſichtsmaßregel getroffen“, erwiderte der Pater Vitalis. „Nur der Pater Lector iſt eingeweiht. Er iſt verſchwiegen wie das Grab. Er ſelbſt beſorgt Alles mit meiner Hülfe. Wir beide werden bis zum letzten Augenblick das Fernere leiten und ordnen. Kein Anderer im Kloſter hat nur eine Ahnung von dem, was ſich zugetragen hat, was ferner geſchehen wird.“

„Und was ſpricht man außerhalb des Kloſters?“

„Man iſt der ſichern Meinung, daß diesmal zwei Kloſterbrüder das Kreuz tragen müßten, wenn nicht etwa noch, wie durch ein Wunder, in der letzten Stunde ſich ein Erſatz finde.“

„Glaubt man wirklich daran?“