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In dem Kloſter wurden die Vorbereitungen ſchon vom frühen Morgen an getroffen, in der großen Küche, in den weiten Kellern, in den engen Zellen.
Am frühen Morgen zur Zeit der Mette war dabei noch große Noth im Kloſter geweſen. Die beiden Kreuz⸗ träger fehlten, Jeſus, Simon. Es war ein Ereigniß, das noch nie ſtattgefunden hatte; es war ein Unglück. Waren keine Sünder oder war keine Reue und kein Glaube mehr in der Welt? O, Sünder wohl noch genug! Zwei Mitglieder des Kloſters hätten das Kreuz tragen müſſen. Der Pater Vitalis hatte ſich freiwillig erboten, die Rolle des Herrn Jeſus zu übernehmen. Der Bruder Servatius jammerte, daß er den Simon machen müſſe.
Auf einmal ſah man geheimnißvolle heitere Mienen, vernahm man, wenn zwei Mönche ſich begegneten, leiſes, zufriedenes, faſt fröhliches Flüſtern.
Die beiden Kreuzträger mußten daſein, wenigſtens einer.
Woher waren ſie oder er gekommen? Wer konnte es aus dem heimlichen Flüſtern errathen? Vielleicht wußten die Flüſternden ſelbſt es nicht.
Der Pater Guardian mußte es unter allen Um⸗ ſtänden wiſſen.
Er ſaß in ſeiner Zelle in ſeinem alten Lehnſtuhle; der Pater Vitalis war bei ihm.


