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ziehen wird, an die preußiſche Beſitznahme des Amtes Waldenbrück. Ich mußte dabei bemerken, wie die Graf⸗ ſchaft Werdenburg vortrefflich zur Arrondirung des preußiſchen Gebiets dienen würde, und wie Gründe namentlich in der Politik und Diplomatie leichter als Brombeeren ſeien. Unter den leerſten Vorwänden hat der Stärkere ſchon vor den Reunionskammern Ludwig's XV. ganze Länder gecaubt, und es wird auch ferner ge⸗ ſchehen. Und man wird zuletzt gar keinen Vorwand mehr zu Hülfe nehmen, ſondern entweder einfach ſagen: Ich will mich eben arrondiren und vergrößern, oder, was im Grunde daſſelbe iſt, man wird das Mäntelchen darum hängen: Ich bin von Gottes Gnaden da, mithin iſt Alles, was ich thue, von Gottes Gnaden.“
Der Graf Eberhard war nachdenklich geworden.
„Im Grunde“ ſagte er, „läge darin kein unrichtiger Sinn. Der Regent, der einmal von Gottes Gnaden regiert, kann, wenn er ſeiner redlichen Ueberzeugung folgt, kein Unrecht thun. Er iſt nur Gott verantwort⸗ lich, und Gott hat ihm ſeine Ueberzeugung in ſein Inneres gepflanzt; er folgt daher immer nur einem Gebote Gottes.“
Der kluge Juſtizdirector erwiderte darauf nur:
„Erlaucht werden demnach zugeben müſſen, daß das Princip des Gottesgnadenthums eine bedenkliche Sache iſt.“


