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Der Kammerdiener erzählte, was die Kutſcher von
der Schwalenburg erzählt hatten.
Der regierende Graf gerieth in einen unbeſchreib⸗ lichen Zorn.
„Das ſind wieder die dummen Streiche Leopold's! Und ihm ſollte die Regierung dieſes Landes übertragen werden? Nimmermehr! Das Familiengericht hätte anders entſcheiden ſollen. Aber er wird jene häßliche Alte nicht zur Gemahlin nehmen, ich kenne ihn; und dann hat er dennoch die Regierung verwirkt. Bei Gott, ſo ſoll es ſein! Und dieſe Schleigheims! Der Bütow iſt entkommen, das iſt keine Frage. Ihn ſuchten ſie auf der Schwalenburg. Die elende Mesalliance muß mir die fremden Soldaten auf den Hals bringen! Und auch Ferdinande! Warum miſcht ſie ſich in fremde Angelegenheiten? Da bringt ſie jene Menſchen hierher ohne meine Erlaubniß, ohne mir nur Mittheilung zu machen. Durch die Domeſtiken muß ich es erfahren. Und ſie bringt dieſe Preußen auch hierher! Preußiſche Soldaten in meinem Schloſſe, als Herren! Als Herren, denen ich mich unterwerfen müßte! In meinem Lande, in meinem Hauſe, in meinen Zimmern! Wenn ſie auch hier viſitiren wollten! — Hole den Juſtizdirector!“ rief er. „Er ſoll auf der Stelle kommen! Auf der Stelle, hörſt Du?“


