Teil eines Werkes 
4. Band (1869)
Entstehung
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die ihm von Gott anvertraute Regierung ſeines Landes ernſthaft, ſchwer, und er ſtand daher auch des Morgens früh auf, wenn die Andern, außer der niedern Diener⸗ ſchaft, noch in den Federn lagen, manchmal gar vor ſeinem Kammerdiener. So war er auch heute in der Frühe bei der Hand, und wie er es kaum war, wurde er auf eine um dieſe Zeit ungewöhnliche Unruhe unter ſeinen Fenſtern aufmerkſam. Er blickte hinaus und ſah, wie die Domeſtiken mit den Zeichen der Entrüſtung, des Schrecks und der Angſt auf dem Schloßhofe zuſammen⸗ ſtanden und zuſammenliefen, Der regierende Herr mußte wiſſen, was es gab, welche neue Regierungsſorge ſeiner harre. Er wollte ſeinem Kammerdiener klingeln. Da hörte er dieſen ſchon im Vorzimmer durch lautes Räuspern ſich bemerklich machen. Das war gegen den Reſpekt, aber dringende Regierungsſorgen gehen über den Re⸗ ſpekt.

„Theodor!“ rief der regierende Herr.

„Unterthänigſten guten Morgen, gnädigſte Erlaucht“, war Theodor ſchon in dem Kabinet des Grafen.

„Was gibt es da draußen, Theodor?“

„Erlaucht, die Preußen ſind auf der Schwalen⸗ burg.“ Der Graf wurde dunkelroth vor Zorn. „Die Preußen? In meinem Lande?“