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vielen Jahren.“
Der Gräfin zitterte diesmal die Stimme, daß ſie die Worte kaum hervorpreſſen konnte. Sie wollte die Augen zu ihm aufſchlagen; das vermochte ſie gar nicht.
Auch der Ritter war bewegt. Er kämpfte mit ſich.
„Sie kennen ihn?“ fragte die Comteſſe entſchloſſener. „Ihn und ſeine Erbauer?“
Die Augen waren ihr feucht geworden.
Auch die des greiſen Ritters wurden es, und ſein Kampf war beendet.
„Ja“ ſagte er. „Ja, meine theure Nichte —“
Er konnte doch nicht mehr ſprechen.
Er nahm die Hand der Gräfin.
Die Comteſſe Ferdinande küßte dieſe Hand und ſagte:
„O, mein verehrter Oheim, welch ein ſchweres Un⸗ glück, welch eine Maſſe von Leiden muß Sie die langen Jahre von der Heimat, von den Ihrigen entfernt ge⸗ halten haben!“
„Ja, mein Kind —“ konnte er nur antworten, „Aber laß den alten Mann ſich ſammeln.“
Er ließ ſich wieder auf der Bank nieder, auf der er geſeſſen hatte. Er ſtützte das Haupt in beide Hände.
Dem ſtarken Herzen der Gräfin Ferdinande thaten
„Meine Oheime haben ihn gebaut, als Knaben, vor


