Teil eines Werkes 
4. Band (1869)
Entstehung
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vorgeſtern gleich bei ſeiner Ankunft ſich nach ihr er⸗ kundigt. Er war es, der ihr die Zuflucht auf der Schwalenburg anbot; auf ſeinem Eigenthum! Wohl in ſeinem Wagen kam ſie dahin. Vielleicht iſt er jetzt ihr hierher gefolgt.“

„Was werden Sie thun, Comteſſe Ferdinande, wenn er noch hier iſt?“ fragte Evchen ſie.

„Ich weiß es nicht.“

Sie waren nur noch wenige Schritte von dem Spiel⸗ platze entfernt. Die alten Eichen, die ihn umgaben, ſtreckten dicht vor ihnen die mächtigen Aeſte empor, die noch grau und kahl waren, während das kleine Gebüſch rund umher in dem Grün ſeiner Blätter und vielfach ſchon in den bunten Farben ſeiner Blüten prangte.

Die Comteſſe betrachtete die hohen, kahlen, grauen Könige der Wälder.

„Sie ſtehen ſeit Hunderten von Jahren, wie kräftig, wie ſtark, wie feſt ragen ſie zum Himmel em⸗ por! Und länger, faſt tauſend Jahre länger blüht unſer edles Geſchlecht hier. Und es wird blühen und ſich erhalten wie dieſe Eichen. Es wird ſie überdauern. Einer der beiden Erbgrafen iſt zurückgekehrt. Der alte Fluch iſt gelöſt. — Ah, Evochen!“ fuhr ſie auf einmal zuſammen.